Stubachtal
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Das Stubachtal ist eines der schönsten und vielfältigsten Tauerntäler überhaupt und kann ungeschönt als Paradies bezeichnet werden. Der bekannte Kunstmaler Rudolf Ferbus aus Zell am See berichtet sogar von einer beinahe gewalttätigen Schönheit rund um den Weißsee. Der Name Stubach stammt übrigens von "stäubenden Wasser". Das Tal umfasst 18 Seen, 25 Gletscher und 25 Almen. Mit 13 Kehren auf 18 km Länge führt die mautfreie Panoramastraße Stubachtal von Uttendorf (804 m) bis zum Enzingerboden (1.480 m). Die Straße wurde von 1921 bis 1926 errichtet und von 1997 bis 1999 generalsaniert. Die Strecke ist auch bei Radfahrern sehr beliebt. Der bekannte Österreichische Radrennfahrer Hans Peter Obwaller aus Niedernsill hat hier zu Beginn seiner Profikarriere die Österreichischen Bergmeisterschaften gewonnen und kennt diese Strecke wie seine Westentasche. Nicht zuletzt deshalb wurde eine Kehre von Stubachtalfan Walter Rottiers, der europaweit zu den profiliertesten Radsportjournalisten überhaupt zählt, zur HP-Obwaller-Kurve gekührt. Auf einer bewaldeten Geländestufe über dem Enzingerboden und vor der vergletscherten Hochgebirgskulisse der Glockner- und Granatspitzgruppe liegt der Wiegenwald, ein ganz besonderes Kleinod. Das atemberaubend schöne Biotop sollte nur im Rahmen einer Exkursion mit einem ort- und sachkundigen Nationalpark Ranger betreten werden. Führungen werden wöchentlich und mit gültiger Gästekarte der Ferienregion Hohe Tauern kostenlos angeboten. Und vielfältig ist das Stubachtal auch deshalb, weil hier die Kraftwerksgruppe Stubachtal Strom für die Österreichischen Bundesbahnen erzeugt. Das Wasser zur Betreibung der Kraftwerke kommt aus dem Tauernmoossee, dem Speicher Enzingerboden und einer Zuleitung aus Osttirol. 1936 begann man mit dem Bau dieser Sperre. Von 1939 bis 1943 mussten hier hunderte Menschen unterschiedlicher Nationalität unter schwersten Bedingungen Zwangsarbeit verrichten. Ab 1943 bestand hier sogar eines der KZ-Nebenlager im Pinzgau. |
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